Restaurierung der Kirchenfenster geht weiter

(rl) Die Leipziger Firma Gärlich, spezialisiert auf Bleiverglasung und Restaurierung, hat zwei weitere Fenster des Kirchenschiffes ausgebaut, um sie einer gründlichen Überholung zu unterziehen. So, wie die Gelder dafür verfügbar sind, sollen alle Fenster reihum aufgearbeitet werden.
Wie die Mitarbeiter vor Ort erklärten, haben Fenster wie diese eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa 80 Jahren.
Früher wurden solche Fenster mit einem Eisenrahmen eingefasst und dann in die Fensteröffnung eingekittet.
Der Zahn der Zeit nagte an allem: dem Kitt, dem Eisen und auch dem Blei.
Wenn die Fenster gründlich überholt sind, werden sie ohne Rahmen direkt eingeputzt. Mit den heutigen Materialien lässt sich das auch etwas einfacher erledigen.
Halt gegen Winddruck bekommt die Fensterfläche durch quer ins Mauerwerk eingelassene Eisenstäbe.
Dennoch werden unsere Nachfahren die Fenster in wohl wieder 80 Jahren erneut einer Frischekur unterziehen müssen.
Die Firma Gärlich hat sich schon mit den weitaus wertvolleren Altarfenstern Lorbeeren verdient. Diese wurden vor längerer Zeit restauriert. Auch eines der Fenster des Schiffes nach der Friedhofseite ist bereits erneuert.
Jetzt müssen die Großsteinberger erst einmal zwei Fenster mit Presspappe ertragen, bis dann möglicherweise noch vor Weihnachten die neuen Fenster wieder zu bewundern sind.