Backtag im Museum der Wassermühle Höfgen

Der Heimatverein möchte in naher Zukunft den alten Backofen am Vereinshaus (Friedhofseingang) wieder errichten und in Betrieb nehmen. Was lag also näher, als sich das Brotbacken im alten Steinofen mal in der Praxis anzuschauen. Dienstag, dem 21.08.07, war Backtag im Museum der Wassermühle in Höfgen. Rolf Langhof war vor Ort, schaute zu und stellte Fragen, die gerne und ausführlich beantwortet wurden. Bereits um 7.00 Uhr wurde das Feuer im Backraum angefacht. In vier Stunden musste eine ordentliche Hitze erzielt werden. Um 11.00 Uhr war das Feuer zu einer geringen Glut heruntergebrannt.
Jetzt wurde diese Restglut mit einer eisernen Scharre herausgezogen. Hitzebeständige Handschuhe sind da unbedingt angeraten.

Mit einem tropfnassen Scheuerhader wurde der Raum ausgewischt um ihn zu säubern, die Hitze des Bodens etwas zu mindern und Feuchtigkeit in den Raum zu bringen.

Ob die Temperatur die richtige Backtemperatur ist, erfährt man, indem man etwas Zeitungspapier zusammenknüllt und in den Ofen wirft. Geht es in Flammen auf, ist es noch zu heiß.

Der Brotteig wurde vom Bäcker zubereitet. Die Mehlmischung besteht aus 20% Roggenmehl und 80% Weizenmehl. Er kommt abgewogen (1 Pfund, bzw. 3 Pfund) in runden Formen aus Pappmaschee. Die Formen können auch viereckig sein. Früher wurden sie aus Weide hergestellt, doch da wären sie heute wohl unbezahlbar. Kostet doch eine Schale aus Pappmaschee bis zu 15,00 €.

Der Teig wird aus der Schale auf den Brotschieber gestürzt, mit Wasser überpinselt und einzeln in den Backraum geschoben. 

Zwischen einer halben und einer Stunde Zeit muss vergehen, bis das Brot richtig ausgebacken ist. Der erfahrene Bäcker nimmt eines heraus und klopft mit dem Knöchel an die Rückseite. Der Klang gibt ihm Auskunft.

In unserem Falle war das Brot nach ¾ Stunden gut.

Der Autor versichert, dass es ihm und seiner Familie großartig geschmeckt hat.     

Aktionstag im Kloster- und Mühlental